Über die Grenze mit Kreativwirtschaft und Gebietsentwicklung

Im Dezember 2013 fand in Düsseldorf der erste Workshop zum Thema Kultur- und Kreativwirtschaft und Gebietsentwicklung statt. KAW unterstützt zusammen mit Creative Industries das Wirtschafts-ministerium Nordrhein-Westfalens bei der Entwicklung einer Zukunftsperspektive zu diesen Themen.

Kreatieve Verstärkung

Was kann die Stadt für die Kultur- und Kreativwirtschaft tun? Und wie können die Kreativen die Stadt stärken? In deutschen Städten stehen die Themen Leerstand, Transformation und Stadtentwicklung seit Kurzem explizit auf der Tagesordnung. Die noch junge Kultur- und Kreativwirtschaft Nordrhein-Westfalens stellt inzwischen, mit gut 36 Millionen Euro Umsatz im Jahr, einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar. Die Diversität in der Branche ist gross und reicht vom Start-up ohne Mitarbeiter bis hin zum Großunternehmen.

Wie operieren diese kreativen Unternehmen eigentlich?

Wo spricht man von branchenübergreifender Kreativität? Welche Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Standortes? Preis? Image? Netzwerk? Wissen? Um diese und andere Fragen in de Griff zu bekommen, hat KAW eine erste Annäherungsstrategie für die Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt. Diese verdeutlicht die Bandbreite an kreativen Arbeitsfeldern, den Zusammenhang zwischen ihnen und die Implikationen für die städtische Raumordnung. Auf diese Weise will die Politik der Kultur- und Kreativwirtschaft schon in der Phase Gebietsentwicklung allen Raum bieten.

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Praktische Workshops

Während der folgenden Workshops, unter Leitung von KAW, erarbeiten Experten aus der Region praktische Strategien. Die Politik reflektiert hierbei auch die eigene Rolle. Wie kann ein Wandel herbeigeführt werden von der leitenden Rolle der Behörden zu einer Herangehensweise, die vieles zulässt? Was ist notwendig, um Planungsprozesse umzuformen, von „durch die Politik gesteuert“ hin zu „im Dialog mit der Politik“? Die Workshops müssen letztendlich zu neuen Erkenntnissen und praktischen Anhaltspunkten für Städte und Gemeinden, Projektbüros, kreative Unternehmer und Projektentwickler führen.

à la Amsterdam und Rotterdam

Die Situation in Nordrhein-Westfalen ist gut mit der in den Niederlanden zu vergleichen. Das Land ist genauso gross, ebenso dicht besiedelt und hat sowohl schrumpfende als auch wachsende Regionen. Nordrhein-Westfalen hat mit Köln einen starken kreativen Cluster à la Amsterdam und außerdem viele ehemalige Industriestädte, wie Rotterdam, die ständig auf der Suche nach einer Stärkung ihrer Struktur sind. Für KAW ist es sehr interessant, als Bindeglied zwischen den Ländern operieren zu können, neue Erkenntnisse in den deutschen Kontext einzubringen und Anregungen für den niederländischen Raum zu erhalten.